Wirtschaft


Die Revolutionsregierung mit Fidel Castro kam 1959 an die Macht und verstaatlichte über 90 Prozent der Industrie und rund 70 Prozent des kubanischen Agrarlandes. Vor dieser Regierung gehörten nur knappe 16 Prozent des Landes den Kleinbauern und der Rest lag in den Händen von vielen Großgrundbesitzern und großen Zuckergesellschaften.

Die Sowjetunion lieferte hier eine Finanzhilfe zwischen 1961 und 1984 mit insgesamt 38 Milliarden US-Dollar und Ende der achtziger waren es bis zu fünf Milliarden jährlich. Der Zusammenbruch der Sowjetunion war dann aber für die Wirtschaft Kubas ein verheerender Schlag, woraufhin 1993  Präsident Fidel Castro einen Erlass unterschrieb, durch den private Unternehmen zugelassen wurden. Ohne die Finanzspritzen hätte man die wirtschaftliche Entwicklung mit der Wirtschaft in Ägypten vergleichen können (weiterführende Infos zu der Ägypten Wirtschaft) Nach einer andauernden Wirtschaftskrise stieg das Bruttoinlandsprodukt ab 1994 wieder stark an und konnte in den Folgejahren stabilisiert werden.

Wichtige Wirtschaftsfaktoren

 

Landwirtschaft

Kuba gehört zu den führenden Zuckerproduzenten der Welt, denn die Zuckerrohrplantagen nehmen 40% des gesamten Ackerlandes ein und bringt etwa 75% der Exportwerte. Die Zuckererträge sind jedoch rückläufig: 1990 waren es noch 8,4 Millionen Tonnen die erzeugt wurden und 1998 nur noch 3,3 Millionen.
Ein zweites wichtiges Agrarerzeugnis ist der Tabak, welcher besonders in der Provinz Pinar del Río angebaut wird und ein wesentlicher Teil der Ernte wird zu Habana-Zigarren verarbeitet. Auch Reis, Mais, Kaffee, Kakao, Zitrusfrüchte, Ananas, Bananen, Kartoffeln, Bataten, Maniok, Bohnen, Tomaten und Baumwolle werden hier angebaut

Forstwirtschaft und Fischerei

Der unüberlegter Holzschlag reduzierte den Waldbestand von über 40% auf weniger von 10% der gesamten Landesfläche. In den Sechzigern begann die Regierung mit einem Wiederaufforstungsprogramm und seit 2000 sind wieder 21%  der Insel bewaldet. Der jährliche Holzertrag sind ca. 3,25 Millionen Kubikmetern. Die Fischindustrie umfasst kleine traditionelle, unabhängige Betreiber, welche in einer Genossenschaft zusammengeschlossen sind, die der Staat fördert.
Bergbau:  Kuba verfügt über bedeutende Bodenschätze. Gefördert werden vor allem Nickel und Kupfererze, Chrom, Salz, Kobalt, Rohöl, Erdgas und Mangan.

Industrie

Kubas Industrie ist hauptsächlich auf die Verarbeitung des Zuckerrohres ausgerichtet und weitere industriell verarbeitete Produkte sind Tabak, Fleisch und Obst. Ca. ¼  der erwerbstätigen Bevölkerung ist im Industriesektor beschäftigt.
Fast alle kubanischen Arbeiter sind hier in der Gewerkschaft Central de Trabajadores de Cuba organisiert, welche über drei Millionen Mitglieder hat.

Währung

Die Währungseinheit ist heute wieder der kubanische Peso. 1 Kubanischer Peso = 100 Centavos. Die Währung wird hier von der Nationalbank ausgegeben und alle kubanischen Banken wurden 1960 verstaatlicht.